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Die AS Unternehmensgruppe gibt bekannt, dass das Immobilienprojekt „BS7“ in Leipzig nun bereits 4 Monate vorfristig fertiggestellt wurde. Das unter Denkmalschutz stehende Wohnobjekt ist ein um das Jahr 1900 errichteter Altbau, welcher unter Beachtung der …

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Niedrige Energiepreise drücken Inflation auf 0,3 %

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Niedrige Energiepreise drücken Inflation auf 0,3 %

Laut Statistischem Bundesamt betrug die Inflationsrate im Juni 2015 in Deutschland 0,3 %. Die Verbraucherpreise waren zu Beginn des Jahres erstmals seit langer Zeit wieder gesunken. Danach stieg die Teuerungsrate leicht (Mai: 0,7 %), was die Hoffnung auf eine etwas steigende Inflationsrate und die damit deutlichere Abkehr von deflationären Tendenzen verstärkte. Leider weist die Juni-Statistik aber nun doch wieder eine Abschwächung der Inflation aus. Die ermittelten 0,3 % kommen hauptsächlich durch die stark gesunkenen Energiepreise (minus 5,9 % im Vergleich zum Juni 2014) zustande. Somit ist insgesamt keine nennenswerte Veränderung der Verbraucherpreise in den letzten Monaten zu verzeichnen. Das Ziel der EZB (Europäischen Zentralbank) liegt eigentlich bei einer Teuerungsrate von knapp unter 2,0 % – daher kann von einer Zielannäherung nicht gesprochen werden. Die Niedrigzinspolitik der EZB soll die Wirtschaftstätigkeit anfeuern, was gut für Kreditinteressenten, aber gleichzeitig schlecht für Anleger bzw. Sparer ist, denn für Guthaben gibt es kaum noch Zinsen. Die Gefahr einer Deflation scheint bisher jedoch noch immer nicht gebannt, der Abstand zur Null-Linie ist extrem gering und viele Experten warnen vor den möglichen Gefahren einer Deflation.

Weitere Faktoren mit Einfluss auf die derzeitige Lage

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflation im Juni bei deutlichen 1,1 % gelegen – gerade im Bereich der Mineralölprodukte gab es jedoch einen starken Rutsch nach unten (- 10,5 % binnen Jahresfrist). Betrachtet man andere Bereiche isoliert, so ist durchaus eine zielgerechtere Entwicklung feststellbar, so stiegen beispielsweise die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum letzten Jahr um 1,0 %, die Preise für Dienstleistungen um + 0,9 %. Die Bundesbank erwartet weitere Preisanstiege bis 2017, die durchaus deutlich ausfallen könnten. Die robuste Konjunktur und die Überschwemmung des Marktes mit frischem Geld durch die EZB sollten die Inflation in den nächsten Monaten antreiben.

Warum existiert ein Ziel mit einer Inflationsrate von ca. 2,0 %?

Das Ziel der EZB existiert nicht ohne Grund. Eine stabile Inflationsrate sichert die Abgrenzung zu einer deflationären Entwicklung (negative Inflationsrate), garantiert den Ausgleich möglicher Fehler bei der Preisermittlung und ermöglicht an sich erst eine positive, wirtschaftliche Entwicklung. Im Falle deflationärer Entwicklungen nämlich würden Unternehmen und Verbraucher Investitionen und Käufe hinauszögern, in der Hoffnung, diese später noch billiger vornehmen zu können. Dies würde die Konjunktur zum Erlahmen bringen und die wirtschaftliche Weiterentwicklung abbremsen.

Was bedeutet die Entwicklung für Sparer und Kreditinteressenten?

Für Sparer freilich bedeutet die derzeitige Minizins-Politik der EZB einen merklichen Rückgang der Einnahmen, denn gesparte Beträge werfen so gut wie kaum noch Zinseinnahmen ab. Laut einer Studie der DZ-Bank entgehen deutschen Sparern in den nächsten 5 Jahren ca. 224 Milliarden Euro an Zinseinnahmen, wenn das Minizins-Umfeld weiterhin Bestand hat. Für Kreditinteressenten bedeutet das Zinsumfeld die Möglichkeit zur Aufnahme sehr günstiger Kredite – zum Beispiel für den Kauf von Immobilien. Allerdings besteht das Zinsumfeld schon eine Weile – die Nachfrage nach Sachwerten hat daher angezogen, was die Preise für entsprechende Objekte nach oben getrieben hat. Es bleibt abzuwarten, was die weitere Entwicklung mit sich bringen wird – zu hoffen bleibt, dass die Gefahren einer Deflation möglichst bald abgewendet werden können. Stabilisiert sich die Inflationsentwicklung, könnte die EZB auch die Zinsen langfristig wieder nach oben korrigieren.

Bild© Marco2811 – Fotolia.com

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