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Schuldenberge: Steht den USA eine größere Krise als 2008 bevor?

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Schuldenberge: Steht den USA eine größere Krise als 2008 bevor?

Nach einem Bericht von wallstreet-online ist die US-Geldpolitik möglicherweise derzeit nicht dazu geeignet, einen größeren Kollaps der Wirtschaft zu vermeiden. Der bekannte US-Vermögensverwalter Peter Schiff meint, dass der Grund für die vielfältigen Probleme gerade die Notenbanken sind und dass die Politik des Gelddruckens die Krise eher verschlimmern wird. Viele Fachleute sehen die US-Notenbankchefin Janet Yellen in der Verantwortung: Statt viel zu reden, sollten effektive Maßnahmen erfolgen. Bisher wurde von Yellen nur ein einziger Zinsschritt vollzogen: Eine Zinsanhebung im Dezember 2015. Die schwachen Konjunkturdaten sprechen jedoch ihre ganz eigene Sprache und erfordern auch nach Ansicht vom deutschen Kapitalanlagefachmann Andreas Schrobback aus Berlin eher eine Zinssenkung als eine Anhebung, vor allem aber die Durchsetzung von geeigneten Maßnahmenpaketen. Der US-Finanzprofi Peter Schiff geht indes ebenfalls von einer kommenden Zinssenkung aus – ein Lockerungszyklus sollte der US-Wirtschaft einen Kick geben. Dabei könnte ein Absinken auf null oder sogar in den Strafzinsbereich möglich sein.

Massive Schuldenberge und das Anwerfen der Notenpresse führen ins Chaos

Die Finanzierung von Defiziten durch das Drucken von Geld und die jahrelange Nullzinspolitik der Vergangenheit haben scheinbar große Probleme verursacht. Nach Ansicht vieler Experten ist die US-Wirtschaft derzeit in einem sehr schlechten Zustand – die riesigen Schuldenberge könnten zu einem Kollaps des US-Dollar führen und somit zu einer großen Finanzkrise führen. Vielleicht sogar schlimmer, als dies bereits in 2008 der Fall war. Die US-Staatsschulden haben sich seit dem Antritt von Präsident Obama fast verdoppelt: Von ca. 10,7 Billionen Dollar im Januar 2009 auf derzeit etwa 19,4 Billionen Dollar. Ohne Schuldenerlass scheint eine Neuausrichtung und die Umkehr zu einer soliden wirtschaftlichen Leistung nicht möglich. Gleichzeitig sind Gold und goldassoziierte Wertpapiere von einer generellen Unterbewertung betroffen. Die Bekämpfung der Inflation kann nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer nur durch die Rückkehr zu einem soliden Dollar erfolgen. Da Gold unterbewertet erscheint, sollten viele Portfolios hier ansetzen.

Ein wichtiger Faktor: Die Dow-Gold-Ratio

Die sogenannte Dow-Gold-Ratio (DGR) ist das Verhältnis des Goldpreises zum Indexstand des Börsenindices Dow Jones. Den Höchststand der DGR gab es im Sommer 1999 mit 44 Punkten – trotz der leichten Zwischenhochs beim Dow Jones in der letzten Zeit befindet sich die DGR jedoch auf einem niedrigeren Wert – derzeit bei 13,7 mit weiter sinkender Tendenz. Gold erlebt seit Anfang 2016 zwar einen deutlichen Aufschwung, jedoch war es vorher jahrelang deutlich gesunken und ist derzeit nach Ansicht vieler Marktteilnehmer noch immer stark unterbewertet. Die Erwartung läuft also in Richtung weiter steigende Goldpreise – der Dow hingegen wird nach diesem Szenario nur marginal oder gar nicht steigen. Der Anstieg des Dow Jones könnte aktuell nur inflationär getrieben sein – damit sinkt auch der Außenwert des Dollar. Diese Entwicklung deutet auf eine desaströse Wirtschaftskraft hin, die – wenn dies sich fortsetzt – tatsächlich in eine Krise münden könnte.

Andreas Schrobback: Die Frage wird sein, wie sich Notenbank und Märkte verhalten

Ob die US-Notenbank Fed effektive Maßnahmen zum Gegensteuern ergreifen wird und ob die Märkte dann entsprechend reagieren, muss die nächste Zukunft zeigen. Vielen drängt sich der Glaube auf, dass derzeit mehr diskutiert als unternommen wird. Auch dies könnte ein Grund für einen Donald Trump als Spitzenkandidat für die Präsidentenwahl sein, denn ein Vertreter der Wirtschaft facht die Hoffnung auf ein zeitnahes wirtschaftliches Gegensteuern an. Letztlich wird die weitere Entwicklung in den USA auch für die Märkte in Europa und in Deutschland von sehr relevanter Bedeutung sein.

Bild© yodiyim – Fotolia.com

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