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Umfrageergebnis zur Grunderwerbsteuer überrascht

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Umfrageergebnis zur Grunderwerbsteuer überrascht

24 unter 1.200 Immobilieninteressenten brachte überraschendes Unwissen an den Tag: Nur etwa 49 % der Befragten kannten die genaue Belastung durch die Grunderwerbsteuer, welche beim Kauf einer Immobilie anfällt. Damit ist so gut wie jedem zweiten Kaufinteressenten nicht klar, welche Kosten auf ihn final überhaupt zukommen. Soviel Unwissen erscheint angesichts der oft relativ großen Summen bei Immobilienkäufen zunächst überraschend – doch dies wird durch die wirklich sehr unterschiedlichen Höhen der Steuer (je nach Bundesland verschieden) und die zuletzt durchgeführten Änderungen etwas relativiert. Als sehr überraschend kann hingegen die völlige Unwissenheit von ca. 4 % der Befragten gewertet werden, die gar nicht wussten, was die Grunderwerbsteuer überhaupt ist.

Grunderwerbsteuer je nach Bundesland anders

Die Grunderwerbsteuer ist je nach Bundesland verschieden. Seit dem 1. September 2006 war es den einzelnen Ländern möglich, den Satz für die Grunderwerbsteuer individuell festzulegen. Die Höhe schwankt aktuell zwischen 3,5 und 6,5 % des Immobilienkaufpreises – gerade zu Anfang dieses Jahres haben viele Länder den Steuersatz erhöht. Die Unterschiede können beträchtlich sein: Bei einem Immobilienkauf im Wert von 300.000 Euro fallen z. B. in Sachsen oder Bayern (Steuersatz 3,5 %) 10.500 Euro Grunderwerbsteuer an, in Schleswig-Holstein (Steuersatz 6,5 %) wären es hingegen 19.500 Euro. Die Grunderwerbsteuer ist daher ein nicht gerade kleiner Ausgabenpunkt beim Erwerb von Immobilien. Umso überraschender daher, dass einige Erwerbsinteressenten überhaupt nichts von dieser Steuer wussten. Die genaue Höhe hingegen sollte man je nach Standort der Immobilie in Erfahrung bringen, bevor über den finalen Kaufpreis verhandelt wird, denn nur dann kann die genaue Ausgabenlast überhaupt erst kalkuliert werden.

Viele weitere Nebenkosten zu beachten

Wer eine Immobilie erwerben oder herstellen möchte, sollte sich die möglicherweise anfallenden Nebenkosten vor Augen führen. Je nach individuellem Fall können diese sehr viele unterschiedliche Kostenarten sein. Eine genaue Kalkulation ist jedoch für jeden ernsthaften Interessenten Pflicht, denn ansonsten ist es nicht möglich, einen genauen Finanzierungsplan aufzustellen oder überhaupt die generelle Tragfähigkeit der finanziellen Belastung einzuschätzen. Neben Grunderwerbsteuer kommen beispielsweise Kosten für Grundbucheintragungen, Notarkosten, Provisionen für Makler oder Vermittler, Erschließungskosten, Bankgebühren im Rahmen der Finanzierungskosten, Sanierungskosten etc. zum Kauf- oder Herstellungspreis hinzu – in Summe können sich alle Positionen auf eine erhebliche Mehrbelastung addieren, die vor dem Geschäftsabschluss genauestens kalkuliert werden sollte. Zudem sollte sich die benötigte Darlehenssumme (sofern eine Finanzierung notwendig ist) an den Gesamtkosten orientieren und nicht an der reinen Kauf- bzw. Herstellungssumme.

Zukünftige, laufende Kosten beachten

Neben den Nebenkosten, die einmalig im Rahmen eines Immobilienerwerbs anfallen, kommen auf den Käufer nach dem Kauf laufende Nebenkosten zu, die ebenfalls Teil der Finanzplanung werden sollten. Hierzu gehört z. B. die Grundsteuer, welche je nach Gemeinde bzw. Stadt unterschiedlich ist und auch die Kosten für Versicherungen, Instandhaltung und Betrieb (also z. B. Heizung, Strom, Entsorgung etc.). Dabei gilt die generelle Annahme, dass die Kosten umso höher sind, je größer die Wohn- bzw. Grundstücksfläche ist. Nicht selten können Immobilienkäufer nach einiger Zeit die Immobilie nicht mehr unterhalten, da die angenommene Kostenbelastung weit hinter der Realität zurückblieb. Wer sich nicht sicher ist, welche Kosten in seiner individuellen Situation auf ihn zukommen, sollte bei einem professionellen Immobilienberater Hilfe suchen. Dieser Aufwand ist im Gegensatz zu einer ungenügenden Finanzplanung das geringere Übel.

Bild© Frank Boston – Fotolia.com

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